{"id":3301,"date":"2021-03-16T10:38:45","date_gmt":"2021-03-16T10:38:45","guid":{"rendered":"\/storys\/?p=3301"},"modified":"2024-07-30T08:27:47","modified_gmt":"2024-07-30T06:27:47","slug":"das-labor-von-kraftwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/2021\/03\/16\/das-labor-von-kraftwerk\/","title":{"rendered":"Das Labor von Kraftwerk"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Labor von Kraftwerk<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Kling-Klang-Studio an der Mintropstra\u00dfe<\/h2>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<p>Das ehemalige Kling-Klang-Studio von Kraftwerk ist heute ein Pilgerort der besonderen Art. Es liegt versteckt in einem Hinterhof mitten im D\u00fcsseldorfer Bahnhofsviertel und verstr\u00f6mt noch immer jene hermetische Aura, die zu der Band passt. Gerrit Terstiege hat sich auf eine Reise in die Vergangenheit gemacht.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"774\" height=\"1080\" src=\"\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-774x1080.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3458\" srcset=\"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-774x1080.jpg 774w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-215x300.jpg 215w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-768x1072.jpg 768w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-1101x1536.jpg 1101w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-1468x2048.jpg 1468w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Elektro_Mueller_Mintrop_16_cThomas-Stelzmann-3-scaled.jpg 1835w\" sizes=\"auto, (max-width: 774px) 100vw, 774px\" \/><figcaption>Unscheinbar in einem Hinterhof gelegen: Pilgerort Kling-Klang-Studio <br>Foto: Thomas Stelzmann<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<p>Einige wenige Musikstudios sind heute wahrhaft mythische Orte. Sie zu besuchen, erf\u00fcllt einen unweigerlich mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Melancholie. Man begibt sich auf eine Suche nach der verlorenen Zeit. Zum Beispiel das <em>Sun Studio<\/em> in Memphis ist heute nur deshalb noch intakt, weil ein Friseur es jahrelang als Salon nutzte \u2013 und wenig ver\u00e4ndert hat. Sogar die perforierten Schallschutzplatten, die man auf ber\u00fchmten Session-Fotos von Elvis oder Johnny Cash sieht, lie\u00df der Friseur einfach an den W\u00e4nden. Es wurde, genau wie das <em>Muscle Shoals Studio<\/em> in Alabama, l\u00e4ngst ins National Register of Historic Places aufgenommen \u2013 beide sind also mittlerweile veritable Denkm\u00e4ler. So wird ihnen das Schicksal des New Yorker <em>Columbia 30th Street Studios<\/em> erspart bleiben, das irgendwann in den fr\u00fchen 1980ern einfach abgerissen wurde. Die ehemalige Kirche mit 30 Meter hoher Decke bot einen einzigartigen Resonanzraum, der auf legend\u00e4ren Alben von Glenn Gould, Miles Davis, Dave Brubeck, Bob Dylan oder Pink Floyd noch h\u00f6rbar ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Besuch im D\u00fcsseldorfer Bahnhofsviertel<\/h3>\n\n\n\n<p><em>Abbey Road<\/em>, die <em>Hansa Studios <\/em>in Berlin, der umgebaute Schweinestall von Conny Plank in Wolperath \u2013 jeder dieser Orte hat trotz seiner eigentlich komplett technischen, profanen Funktion f\u00fcr Musikfans eine Aura, die sie mit geradezu romantischen Gef\u00fchlen erf\u00fcllen. Apropos Romantik \u2013&nbsp;vielleicht passt es ja, dass die D\u00fcsseldorfer Mintropstra\u00dfe 16, Adresse des ehemaligen Kling-Klang-Studios von Kraftwerk, nach Theodor Mintrop, einem romantischen Maler des 19. Jahrhunderts benannt ist. Wenn man sich diesem Ort mit dem Auto n\u00e4hert, kommen einem aber romantische Emotionen ziemlich schnell abhanden. Das Navi f\u00fchrt einen durch die engen Stra\u00dfen des D\u00fcsseldorfer Bahnhofsviertels, es ist laut und belebt hier, Stra\u00dfenbahnen werden von Taxen und SUV\u00b4s \u00fcberholt, man muss sich auf den Verkehr konzentrieren und trotzdem fallen einem all diese Namen ein, wenn man hier langf\u00e4hrt \u2013&nbsp;Namen aus der kulturellen Bl\u00fctezeit D\u00fcsseldorfs: Joseph Beuys, Blinky Palermo, Imi Knoebel, Westernhagen im <em>H\u00fchner-Hugo<\/em>, der abgerockte <em>Ratinger Hof<\/em> gleich hinter der Kunstakademie, wo sich alle trafen, die abst\u00fcrzen und aufsteigen wollten. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Mekka der elektronischen Musik&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p>R\u00fcdiger Esch, der ehemalige Bassist von <em>Die Krupps<\/em>, hat 2014 das Buch ELECTRI_CITY \u00fcber D\u00fcsseldorf als \u201eMekka der elektronischen Musik\u201d herausgebracht, in dem zahlreiche, teils mittlerweile verstorbene Protagonisten jener Jahre wie Gabi Delgado und Klaus Dinger zu Wort kommen. Kleiner Tipp: Wer nicht so vertraut ist mit der D\u00fcsseldorfer Kunst- und Musikszene der Siebziger und Achtziger, sollte mit dem Lesen des Buches am besten hinten beginnen: mit den Kurzbiografien der Interviewten. Wolfgang Fl\u00fcr, Kraftwerk-Schlagzeuger von 1973 bis 1986, steuerte f\u00fcr ELICTRI_CITY ein poetisches Vorwort bei. Er schreibt: \u201eDer Rhein, der magische Strom, dessen Ufer um D\u00fcsseldorf stark besiedelt und industrialisiert sind, dient als Anziehung und Antrieb zugleich. Eine enorme Schaffenskraft scheint von ihm auszugehen; und wie sich sein Flussbett verbreitert und er in die Nordsee m\u00fcndet, so verbreiterten sich die Str\u00f6mungen, die besagten Mythos n\u00e4hrten: Industrial, Synthiepop, EBM, Techno, House, Electronica, Ambient, Drum\u00b4n\u00b4Bass, Trip-Hop, Jungle, Dubstep. Immer eine Musik, die tanzbar bleibt und konventionelle Songstrukturen \u00fcber Bord wirft. Basierend auf unserer eigenen Musik, die die Technik und den Computer in den Mittelpunkt r\u00fcckte, den Musiker zum K\u00fcnstler und den Technokraten zum Popstar machen konnte.\u201d<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"810\" height=\"1080\" src=\"\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-810x1080.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3474\" srcset=\"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-810x1080.jpg 810w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kling_Klang_Elektro_Mueller-2-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><figcaption>Nur echte Fans wussten jahrelang, was sich hinter dem Schild &#8222;Elektro M\u00fcller&#8220; verbarg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Endlich. Die Stimme des Navis holt mich in die Gegenwart: \u201eSie haben Ihr Ziel erreicht, das Ziel liegt links.\u201d Wenige Meter trennen mich von dem unscheinbaren Geb\u00e4ude, dessen unterer Bereich mit blassen, gelben Kacheln geklinkert wurde, ungef\u00e4hr zu der Zeit als Ludwig Erhard Kanzler war. Wie ein riesiges dunkles Maul erscheint die Einfahrt in diesem Vorderhaus. Als ich meinen Wagen in dem engen Hinterhof parke, wird es pl\u00f6tzlich seltsam still. Ich bleibe noch einen Moment im Wagen sitzen, um mich zu sammeln. Wieder gehen mir Bilder durch den Kopf: zum Beispiel die R\u00fcckseite der Plattenh\u00fclle von \u201eRalf und Florian\u201d, die die beiden Musiker im Kling-Klang-Studio zeigt, inmitten von Maschinen aus der Urzeit elektronischer Musik. Auf dem Boden winden sich Kabel wie Schlangen, gr\u00fcn schimmert die Backsteinwand hinter Florian Schneider, r\u00f6tlich die Pappkarton-Quadrate hinter Ralf H\u00fctter, eine T\u00fctenlampe wirft ihr gelbes Licht auf sein Keyboard, bl\u00e4ulich schimmern zwei Neonlicht-Apparate ihre Vornamen in den Raum. Andere Fotos zeigen das Studio als Kommandozentrale \u2013 und die Musiker als spleenige Laboranten, die an Reglern drehen, statisch wie Schaufensterpuppen. Das Kling-Klang-Studio hat in fast vier Jahrzehnten viele verschiedene Formen angenommen, die vom Ausma\u00df der jeweiligen technischen Ger\u00e4te gepr\u00e4gt waren. Denn die wandelten sich mit der Zeit von Unget\u00fcmen zu schmalen Laptops. Die alten Apparate soll die Band im Keller gehortet haben \u2013 um oberirdisch mit der Entwicklung der Technik Schritt zu halten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ger\u00e4te aus dem Kling-Klang auf ebay<\/h3>\n\n\n\n<p>R\u00fcdiger Esch hatte eine Zeit lang den Schl\u00fcssel zum Kling-Klang-Studio, nachdem Ralf H\u00fctter da nicht mehr auftauchte und auch Florian Schneider seine Zelte abgebrochen hatte. Esch kennt die R\u00e4ume in- und auswendig \u2013 noch bevor sie von den Nachmietern renoviert wurden: \u201e1970 hatte Florian Schneider diesen recht kleinen Raum angemietet \u2013 und er blieb, nachdem er die Band verlassen hatte, noch ein paar Jahre dort, bis 2014, meine ich. Schneider hat da sogar noch Musik gemacht \u2013 ob sie aufgenommen wurde, wei\u00df ich aber nicht. Irgendwann hat er auch eine ganze Reihe Ger\u00e4te aus dem Kling-Klang-Studio auf ebay verkauft. Er hatte Ralf angeschrieben, die Sachen abzuholen, aber bekam wohl nie eine Antwort. Das eigentliche Kling-Klang-Studio war der Raum gleich links, wenn man zur T\u00fcr reingeht. Die Glasbausteine, die man von au\u00dfen sieht, sind immer noch die einzigen Fenster. Sp\u00e4ter wurden noch weitere R\u00e4ume im ersten Stock angemietet. Ich hab Florian ein paar Mal zuf\u00e4llig auf der Stra\u00dfe getroffen, weil ich in der N\u00e4he ein B\u00fcro hatte. Wir haben uns mal lange in einem Eiscaf\u00e9 unterhalten. Das war lustig, er war ja Rheinl\u00e4nder. Nachdem er das Kling-Klang-Studio verlassen hatte, gab es dort immer noch ein paar deutliche Hinweise auf die Band. Zum Beispiel waren die Steckdosen nummeriert.\u201d<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3475\" srcset=\"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-300x225.jpg 300w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-1440x1080.jpg 1440w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-768x576.jpg 768w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0123-3-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>R\u00fcdiger Esch vor dem Kling-Klang <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3476\" srcset=\"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-300x225.jpg 300w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-1440x1080.jpg 1440w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-768x576.jpg 768w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/unbenannt-0150-3-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Zur\u00fcck auf die Autobahn!<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>2009 lie\u00df Ralf H\u00fctter ein neues Kling-Klang-Studio in Meerbusch bauen. Ein Reporter der Rheinischen Post hat sich mal dorthin gewagt, Leute befragt und versucht, das Studio zu finden. Erfolglos. In gewisser Weise ist die neue Version in Meerbusch noch viel geheimnisvoller als die alte \u2013&nbsp;eben weil sie niemand au\u00dfer dem aktuellen Umfeld der Band je zu Gesicht bekam. Das alte <em>Kling-Klang<\/em> unterscheidet sich \u00fcbrigens grundlegend von den erw\u00e4hnten, legend\u00e4ren Tonstudios \u2013 den umgebauten Kirchen und Schweinest\u00e4llen \u2013 durch die simple Tatsache, dass seine R\u00e4umlichkeiten ausschlie\u00dflich den Kraftwerk-Jungs offen standen. Kein Zeit- und Kostendruck hat je eine ihrer musikalischen Entscheidungen beeinflusst, alles blieb unter ihrer Kontrolle und was immer hinter diesen Mauern geschah: verr\u00fcckte Experimente, Streitigkeiten, \u00f6des Abh\u00e4ngen und pl\u00f6tzliche k\u00fcnstlerische Durchbr\u00fcche \u2013&nbsp;nichts drang je an die Au\u00dfenwelt. Vielleicht war das Studio f\u00fcr H\u00fctter und Schneider \u00fcber viele Jahre eine Art Schutzraum, wo sie ungest\u00f6rt sein konnten. Wo die Zeit stillstand. Man muss bedenken, wie klein eigentlich dieses \u0152vre ist, bei all seiner weltweiten Wirkung und gigantischen musikalischen Bedeutung. Elf Studioalben in f\u00fcnfzig Jahren sind wirklich nicht viel. Aber es geht hier nun mal nicht um Quantit\u00e4t. Und vielleicht ist das Kling-Kling-Studio irgendwann zu einem Traum-Raum geworden, den die Fans mit ihren Projektionen f\u00fcllen sollen. Bei Kraftwerk ist ohnehin nicht alles wie es scheint. Schauspielerei und das Entwerfen eines starken Images ist bei dieser Band ein den musikalischen Errungenschaften ebenb\u00fcrtiger k\u00fcnstlerischer Akt. Manche historische Fotos scheinen auch andere mit Technik \u00fcberfrachtete R\u00e4ume zu zeigen. Vielleicht ein fiktives Kling-Klang-Studio?<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich m\u00fcsste es l\u00e4ngst unter Denkmalschutz stehen. Heute sind in den sagenumwobenen R\u00e4umen Werbefilmer, Toningenieure und Sound-Designer aktiv. Im ehemaligen Studio A wirkt heute Moritz Staub mit seiner Firma Staub Audio, im alten Studio B ist der Komponist Martin Sch\u00fctze t\u00e4tig. Eine Gedenktafel ist bislang nicht angebracht worden. In gewisser Weise fungiert das uralte Schild \u201eElektro M\u00fcller\u201d \u00fcber dem Eingang als eine solche. Denn es sorgte daf\u00fcr, dass die Band lange Jahre inkognito blieb und ungest\u00f6rt arbeiten konnte. Auf die Rampe vor der historischen Eingangst\u00fcr hat jemand einen Verkehrskegel gestellt. Ein deutliches Zeichen \u2013&nbsp;beil\u00e4ufig und pathetisch zugleich. Ja fast: romantisch.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Autor: Gerrit Terstiege<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"211\" height=\"300\" src=\"\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0000010345623-4-211x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3454\" srcset=\"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0000010345623-4-211x300.jpg 211w, https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/0000010345623-4.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Der Text stammt aus dem MINT-Magazin 11\/2020: <a href=\"https:\/\/www.mintmag.de\/\">https:\/\/www.mintmag.de\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fotos: <\/p>\n\n\n\n<p>Titelbild: Markus Luigs<\/p>\n\n\n\n<p>Foto Au\u00dfenansicht Stra\u00dfe: Thomas Stelzmann<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Bilder: D\u00fcsseldorf Tourismus<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">The Sound of D\u00fcsseldorf<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<p>Durch D\u00fcsseldorf auf Kraftwerks Spuren \u2013 das haben bereits viele hundert G\u00e4ste erlebt im Rahmen der Stadtf\u00fchrung \u201eThe Sound of D\u00fcsseldorf\u201c. Die <a href=\"https:\/\/www.duesseldorf-tourismus.de\/erleben\/kunst-und-kultur\/the-sound-of-duesseldorf\/exhibition\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">digitale Ausstellung<\/a> auf der Plattform Google Arts &amp; Culture erz\u00e4hlt jetzt sechs musikhistorische Geschichten aus der Stadt am Rhein. D\u00fcsseldorf war immer ein Treffpunkt der Avantgarde. In den 1970er und 1980er Jahren wuchs hier die Keimzelle der elektronischen Musik heran, die den Pop im 21. Jahrhundert pr\u00e4gt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Mehr zum Thema: <a href=\"https:\/\/www.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/2021\/03\/08\/sechs-wichtige-orte-die-untrennbar-mit-the-sound-of-duesseldorf-verbunden-sind\/\">Sechs wichtige Orte, die untrennbar mit \u201eThe Sound of D\u00fcsseldorf\u201c verbunden sind<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Sound of D\u00fcsseldorf<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":3338,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[118],"tags":[136,137,76,128,119],"class_list":["post-3301","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-the-sound-of-duesseldorf","tag-kling-klang-studio","tag-krafwerk","tag-musik","tag-musikgeschichte","tag-the-sound-of-duesseldorf"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.3 - 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