{"id":8570,"date":"2022-12-28T09:05:02","date_gmt":"2022-12-28T09:05:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/?p=8570"},"modified":"2024-07-29T14:06:22","modified_gmt":"2024-07-29T12:06:22","slug":"sechs-ausstellungen-die-ihr-nicht-verpassen-solltet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stories.duesseldorf-tourismus.de\/storys\/2022\/12\/28\/sechs-ausstellungen-die-ihr-nicht-verpassen-solltet\/","title":{"rendered":"Sechs Ausstellungen, die ihr nicht verpassen solltet"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-tmweb-content-container\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Sechs Ausstellungen, die ihr nicht verpassen solltet<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Museumsausblick 2023<\/h2>\n\n\n\n<p>Welche guten Vors\u00e4tze habt ihr f\u00fcrs neue Jahr? Vielleicht ist ja der darunter, mal wieder \u00f6fter ins Museum zu gehen? Falls nicht, notiert diesen Vorsatz unbedingt auf eurer Liste, denn 2023 wird in D\u00fcsseldorf ein aufregendes Ausstellungsjahr. Eines, das Genregrenzen lustvoll auf ihr Durchl\u00e4ssigkeit pr\u00fcft und insbesondere zeitgen\u00f6ssischen Positionen den roten Teppich ausrollt. Gleich mehrere gro\u00dfe Retrospektiven stehen an und, wenn ihr m\u00f6gt, eine Erkundung der verschiedensten Formate und Disziplinen \u2013 von Klang- bis Fotokunst, von der k\u00fcnstlerischen Durchmessung einer hybriden Natur mit den Mitteln der Augmented Reality bis hin zur Verm\u00e4hlung von Kunst und gesellschaftlichem Aktivismus. Oder m\u00f6chtet ihr das Werk eines wegweisenden Vertreters der klassischen Moderne besser kennenlernen? Ein renommiertes D\u00fcsseldorfer Museum sp\u00fcrt ab kommendem Herbst auch der Faszination Horror nach. F\u00fcr Thrill ist also gesorgt!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eKlangraum KIT: the space between your ears \u2013 Bojan Vuleti\u0107\u201d im KIT<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>04.\u201312.02.2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein unterirdischer Ausstellungsort mit einem Programm, das dem Interdisziplin\u00e4ren einen gro\u00dfen Raum \u00fcberl\u00e4sst \u2013 trotz seiner begrenzten Quadratmeterzahl. Das KIT, kurz f\u00fcr \u201eKunst im Tunnel\u201c, liegt zwischen den Tunnelr\u00f6hren f\u00fcr den Autoverkehr unter dem Mannesmannufer. Ein rougher Betonraum, der 888 Quadratmeter begehbare Fl\u00e4che bietet und sich im Eingangsbereich durch eine Rampe verj\u00fcngt. Nicht zuletzt diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Architektur inspiriert zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausstellungen, gerne auch unter Einbeziehung von Musik und Klang. Unvergessen beispielsweise die Sonic-Youth-Ausstellung. Im Februar pr\u00e4sentiert der Klangraum KIT mit \u201ethe space between your ears\u201c f\u00fcnf raumgreifende Klangarbeiten des Klangk\u00fcnstlers Bojan Vuleti\u0107. In der Er\u00f6ffnungsnacht verbindet Vuleti\u0107 das installative Kunsterlebnis mit einer Live-Performance: Zu Gast sein werden herausragende Musiker*innen aus New York, London, Israel und Deutschland. Der Name Bojan Vuleti\u0107 ist euch gut bekannt? Nun, der Mann ist Mitbegr\u00fcnder des D\u00fcsseldorfer Asphalt-Festivals und angetreten, Form- und Genregrenzen zu \u00fcberwinden. Seine eigenen kompositorischen Arbeiten reichen von Kammermusik \u00fcber Improvisation bis Pop.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eOut of Sight. Andreas Gefeller Fotografien\u201c im NRW-Forum<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>03.03.\u201314.05.2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die oftmals gro\u00dfformatigen Arbeiten des D\u00fcsseldorfer Fotok\u00fcnstlers Andreas Gefeller, Jahrgang 1970, besitzen eine unmittelbare Pr\u00e4senz. Doch zugleich sind sie mehrdimensional, bleiben im Vagen. Bildlogische Br\u00fcche werfen Fragen nach der Perspektive und dem Ursprung des Dargestellten auf. Aus zwei Metern H\u00f6he und in tausenden digitalen Einzelbildern sind beispielsweise die Arbeiten der Serie \u201eSupervisions\u201c (2002\u20132015) aufgenommen, die urbane R\u00e4ume wie Plattenbauwohnungen, einen Parkplatz oder das Berliner Holocaust-Mahnmal zeigen. F\u00fcr seine fr\u00fche Werkreihe \u201eSoma\u201c (2000) fotografierte Gefeller Ferienanlagen auf Gran Canaria \u2013 bei Nacht und mit Langzeitbelichtung. So ger\u00e4t etwas in den Blick, das normalerweise \u201eOut of Sight\u201c ist, wie sich unter Zuhilfenahme des Ausstellungsstellungstitels sagen lie\u00dfe. In der Serie \u201eFlames\u201c (2022) werden Formen sichtbar, die an 3D-Renderings oder R\u00f6ntgenbilder erinnern. Doch das optische Verwirrspiel, das sich bei Gefeller manches Mal entspinnt, gen\u00fcgt keinem Selbstzweck. Durch den experimentellen Umgang mit Fotografie hinterfragt der Fotok\u00fcnstler nicht nur sein eigenes Medium und, damit verbunden, unsere Wahrnehmung der Welt \u2013 sein Thema ist stets auch die technisierte Gesellschaft und deren Eingriff in die Natur. Dass Andreas Gefeller, dessen Arbeiten schon von London bis Peking gezeigt wurden, nun in seiner Heimatstadt seine erste Retrospektive bekommt (ausgestellt werden 60 Werke), ist ebenso erfreulich wie bezeichnend: D\u00fcsseldorf ist und bleibt ein internationales Zentrum der Fotokunst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eJenny Holzer\u201c in der Kunstsammlung NRW | K21<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>11.03.\u201306.08.2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch im K21 im St\u00e4ndehaus kommt ihr mit Start im M\u00e4rz in den Genuss einer Retrospektive \u2013 genauer: der gr\u00f6\u00dften \u00dcberblicksausstellung zum Werk von Jenny Holzer, die es bislang in Deutschland zu sehen gab. Die 1950 geborene US-Amerikanerin gilt als eine der bedeutendsten K\u00fcnstler*innen ihrer Generation. Ihr Werk? Eine Verschmelzung von Kunst und Sprache, Poesie und Aktivismus. Internationale Bekanntheit erlangte Holzer durch ihre \u201eTruisms\u201c \u2013 gleicherma\u00dfen einpr\u00e4gsame wie subversive Einzeiler, die politische wie gesellschaftliche Missst\u00e4nde anprangern. Seit den sp\u00e4ten 1970er Jahren tr\u00e4gt die Konzept- und Installationsk\u00fcnstlerin diese \u00fcber verschiedene Medien in die \u00d6ffentlichkeit. Zun\u00e4chst \u00fcber Plakate, dann beispielsweise auch mittels Projektionen auf H\u00e4userw\u00e4nden oder LED-Schriftz\u00fcge. Holzer experimentierte von Beginn an mit k\u00fcnstlerischen Formaten und neuen Technologien. Ihre Arbeit \u201eAbuse of Power Comes as No Surprise\u201c inspirierte die #MeToo-Bewegung zu ihrem Hashtag #notsurprised. Doch das komplexe Werk der K\u00fcnstlerin ist keineswegs auf ihre Einzeiler zu reduzieren, das wird auch in der Ausstellung im K21 deutlich. Pr\u00e4sentiert werden hier neben Holzers Posterarbeiten unter anderem ihre Gem\u00e4lde und die Arbeiten aus Stein, mit denen sie Themen wie Krieg und Populismus anspricht. Doch ganz gleich, welches ihrer Werke ihr betrachtet \u2013 allen gemein ist ein zutiefst demokratischer Anspruch verbunden mit der Aufforderung, sich engagiert in einen kritischen Diskurs zu begeben \u00fcber die Herausforderungen der Gegenwart. Diskutiert mit!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eAR Biennale: Hybrid Nature\u201c im Ehrenhof<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Mai bis Oktober 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als die AR Biennale im Ehrenhof 2021 Premiere feierte, tat sie dies als weltweit erste Veranstaltung ihrer Art. Im kommenden Jahr pr\u00e4sentiert das NRW-Forum, Ausrichter der AR Biennale, nun die zweite Ausgabe des Kunstevents, der der Augmented Reality als spannender zeitgen\u00f6ssischer Darstellungsform gewidmet ist. Wie bereits 2021 wird auch diesmal wieder ein digitaler Skulpturenpark errichtet. Dass euch dessen Erkundung einerseits durch den Ehrenhof und Teile des Hofartens f\u00fchrt, w\u00e4hrend ihr euch andererseits via AR-App und Smartphone oder Tablet in eine digitale Welt begebt, macht die Sache \u00e4u\u00dferst reizvoll \u2013 und vertieft das Thema der AR Biennale 2023. \u201eHybrid Nature\u201c, lautet es und richtet den Fokus auf die Verschmelzung von Natur, Mensch und Technologie. Versammelt sind die Arbeiten internationaler K\u00fcnstler*innen und Kollektive wie Afroscope (Nana Opoku), Banz &amp; Bowinkel, Nancy Baker Cahill, Okta Collective oder Pau Jim\u00e9nez. Teils k\u00f6nnt ihr mit diesen in Echtzeit interagieren. \u201eIn Zeiten von Konflikten und fortw\u00e4hrenden \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Krisen ist die Natur wieder zu einem wichtigen R\u00fcckzugsort der Menschen geworden\u201c, so die Veranstalter*innen. Im Rahmen der AR Biennale \u201eHybrid Nature\u201c erwartet euch ein erweitertes Naturerlebnis, das nicht zuletzt von Visionen einer nachhaltigen Zukunft gen\u00e4hrt ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eCha\u00efm Soutine\u201c in der Kunstsammlung NRW | K20<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>02.09.2023\u201314.04.2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In seinen ausdrucksvollen, aber auch drastischen Werken spiegelt sich das Lebensgef\u00fchl einer ganzen Epoche: Cha\u00efm Soutine, geboren 1893, w\u00e4chst im ehemaligen Kaiserreich Russland (heute Wei\u00dfrussland) auf, zieht 1913 nach Paris, sp\u00e4ter auch zeitweise nach S\u00fcdfrankreich, und freundet sich mit dem Maler Amadeo Modigliani an. Vorbilder findet er in El Greco, Vel\u00e1zquez und Rembrandt, deren Werke er im Louvre bewundert, aber auch in C\u00e9zanne, van Gogh und Pierre Bonnard. In den fr\u00fchen 1920er Jahren gelingt Soutine der internationale Durchbruch als K\u00fcnstler. Doch Au\u00dfenseitertum und Zerrissenheit bleiben die Lebensthemen dieses bedeutenden Vertreters der klassischen Moderne, der lange Zeit in \u00e4u\u00dferster Armut in der Pariser K\u00fcnstlerkolonie La Ruche gelebt hat. Tote Tiere malt er, wankende Landschaften, verzerrte Portr\u00e4ts, oft von Menschen, die wie er selbst wirtschaftlich und sozial zu k\u00e4mpfen hatten. Cha\u00efm Soutine war nicht nur Einwanderer, sondern auch Jude. Die Fremdheit und Entwurzelung, die er zeitlebens versp\u00fcrte, ist das \u00fcbergeordnete Thema der Ausstellung im K20 und spannt den Bogen bis in die heutige Zeit. In Belarus wurde Soutines Werk \u201eEva\u201c 2020 zum Zeichen des Protests gegen das Regime Lukaschenko und zierte, erg\u00e4nzt um einen Stinkefinger, sogar T-Shirts.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eTod und Teufel. Faszination des Horrors\u201c im Museum Kunstpalast<\/h3>\n\n\n\n<p>1<strong>4.09.2023\u201321.01.2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was haben Alexander McQueen und Billie Eilish, der d\u00e4nische Filmemacher Lars von Trier und die US-amerikanische Malerin, Konzeptk\u00fcnstlerin und Performerin Eliza Douglas gemein? Sie alle lehren uns bisweilen das Gruseln. So jedenfalls die Arbeitsthese zur Ausstellung \u201eTod und Teufel. Faszination des Horrors\u201c, mit der das Museum Kunstpalast uns kommendes Jahr in den Herbst geleitet. Tod und Schrecken als Thema der zeitgen\u00f6ssischen Kunst, aber auch von Mode, Musik und Film \u2013 erstmals beleuchtet eine Schau das Erbe und die Fortf\u00fchrung k\u00fcnstlerischer Strategien des Grauens. Das Spektrum der 120 gezeigten Werke reicht von klassischer Malerei und Skulptur bis zu aufwendigen Installationen. Positionen bildender K\u00fcnstler*innen wie den Chapman Brothers, Berlinde de Bruyckere oder Mary Sibande treffen auf Arbeiten des US-amerikanischen Fotok\u00fcnstlers Andres Serrano, bekannt f\u00fcr seine Fotografien von Leichen, oder die blutgef\u00fcllten Turnschuhe des New Yorker Kunstkollektivs MSCHF. Death Metal fehlt ebenso wenig wie die fr\u00fchen Horrorfilme des 20. Jahrhunderts, die neben historischen Zeugnissen des \u201eHorror\u201c-Genres aus der Renaissance oder Romantik vor allem der Kontextualisierung dienen. Denn in der Hauptsache versammelt die Schau Werke aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Horror verst\u00f6rt und bewegt<ins>,<\/ins> er provoziert, befl\u00fcgelt die Fantasie und bringt die Dinge auf den Punkt. Damit ist er produktiv f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag ist gef\u00f6rdert durch REACT-EU.<\/p>\n\n\n\n<p>Titelbild: D\u00fcsseldorf Tourismus<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":8571,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-8570","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kunst-kultur"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.3 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Sechs Ausstellungen, die ihr nicht verpassen solltet - D\u00fcsseldorf Storys<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"2023 wird in D\u00fcsseldorf ein aufregendes Ausstellungsjahr. 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